Intern
    Pädagogik bei Verhaltensstörungen

    Würzburger Collegium Psychoanalyticum - Einführung in die Tiefenpsychologie und ihre Anwendungen

    Pierre-Carl Link, Max W. Kinninger, Alexander Schubmann & Johannes Lind

    Konzept:
    Eine Einführung in die Tiefenpsychologie bietet eine von Max W. Kinninger, Pierre-C. Link und Alexander Schubmann initiierte und organisierte transdisziplinäre Vortragsreihe.

    Die Tradition, die Lehre und die Kritik der Psychoanalyse stehen im Mittelpunkt dieser Vortragsreihe. Ziel der Vortragsreihe ist es, die Psychoanalyse transdisziplinär zu beleuchten und einem größeren Publikum näher zu bringen.

    Zur Tiefenpsychologie zählen u.a. folgende Schulen und Traditionen:
    Psychoanalyse (S. Freud; 1. Wiener Schule), Strukturale Psychoanalyse (J. Lacan), Individualpsychologie (A. Adler; 2. Wiener Schule), Analytische Psychologie (C. G. Jung), Logotherapie & Existenzanalyse (V. Frankl; 3. Wiener Schule) Charakteranalyse/ Vegetotherapie (W. Reich), Bioenergetische Analyse (A. & L. Lowen), Humanistische Psychoanalyse ( E. Fromm; A. Gruen), Neuropsychoanalyse (M. Solms), Gestaltanalyse/ Gestalttherapie (F. & L. Perls, R. Hefferline, P. Goodman), Katathym-Imaginative Psychotherapie (H. Leuner), Daseinsanalyse (L. Binswanger & M. Boss), Relationale Psychoanalyse (L. Aron, P. Bromberg, J. Davies, S. Mitchell), Gruppenanalyse (S. H. Foulkes, W. Bion), Fokaltherapie & Balint-Arbeit (M. Balint), Transaktionsanalyse (E. Berne), Psychoanalytische Pädagogik (A. Aichhorn, S. Bernfeld, B. Bettelheim, A. Freud, F. Redl, H. Zulliger, u.a.), Integrative Therapie (H. G. Petzold).

    Nicht nur an psychologischen, sondern auch an (sonder-)pädagogischen und sonstigen humanwissenschaftlichen Instituten in Deutschland ist die Psychoanalyse immer seltener zu finden. Zwar bestätigen die Neurowissenschaften mit ihren bildgebenden Methoden psychoanalytische Konzepte vom Bewusstsein des Menschen; ihre Befunde zur Natur des Unbewussten können jedoch von der experimentellen Psychologie nur unzureichend beantwortet werden. All dies belebt den Diskurs um die Psychoanalyse erneut.

    Eine einseitige Betrachtung, Idealisierung oder gar Ideologisierung der Psychoanalyse darf es dabei nicht geben. Stattdessen ist ein fachlicher und „frischer“ transdisziplinärer Austausch zwischen WissenschaftlerInnen, PraktikerInnen und Studierenden gefordert.

    Wissenschafts-Praxis-Transfer
    Neben „klassischen“ Themen werden auch Grenzgebiete der Psychoanalyse, wie zum Beispiel Philosophie, Psychoanalytische Pädagogik, Bioenergetische Analyse und Gestalttherapie/-pädagogik thematisiert. Erfahrene PsychoanalytikerInnen bereichern als ExperteInnen mit Beispielen aus ihrer therapeutischen Praxis die Vortragsreihe und garantieren einen Wissenschafts-Praxis-Transfer.

    Die Vortragsreihe richtet sich sowohl an Studierende der Julius-Maximilians-Universität und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt als auch an die Öffentlichkeit und damit an alle, die sich für die Psychoanalyse als psychologische Metatheorie, klinisches Psychotherapieverfahren, Kulturwissenschaft oder als politische Wissenschaft und Gesellschaftstheorie interessieren.
    Ein besonderer Stellenwert kommt der pädagogischen Dimension der Psychoanalyse und die Anwendungen der Psychoanalyse auf die Sonderpädagogik und Bildungswissenschaft zu.


    Ablauf:
    Studiumsbegleitend 1 SWS pro Semester. (Veranstaltung findet in zweiwöchentlichem Turnus statt).


    Zeit und Ort:
    Die Vorträge finden jeweils mittwochs (wie die Freud-Gesellschaften) um 20.15 Uhr im Psychologischen Institut am Röntgenring 10 (Seminarraum 219) statt.

    Kooperationen:

    IDPAU- Interessengemeinschaft der Psychoanalyse an Universitäten

    Sie können sich auch gerne im Nachwuchsforum Psychoanalyse informieren. Auch das Würzburger Psychoanalyticum hat auf Facebook ein Diskussionsforum.

    Zentrum Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz - GSiK der Alma Julia
    (Wintersemester 2016/17)


    Aktuelles Programm:

    Sommersemester 2017

    • 03.05.2017 "Eröffnungsvortrag", Pierre-C. Link, Johannes Lind & Alexander Schubmann, Universität Würzburg

    • 10.05.2017 „Was ist der Phallus?“, Dr. Thomas Leitner, Würzburger Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie

    • 24.05.2017 „Informationsabend: Psychotherapeuten-Ausbildung“, Vertreter des WIPP, Würzburger Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie

    • 07.06.2017 „Psychodrama: Morenos Gegenentwurf zur Psychoanalyse“, Janine Rathmann, Psychologie-Studentin und Psychodramatikerin

    • 21.06.2017 „Körper ohne Gewicht? Über Gender Roles und Gender Identity“, Prof. em. Dr. Günther Bittner, Pädagoge und Psychoanalytiker

    • 05.07.2017 "Freuds Kulturschrift: Zeitgemäßes über Krieg und Tod",Dipl.-Psych. Caroline Scholz-Schneider, Institut für Psychoanalyse Nürnberg Regensburg (DPG)

    Programm zum Download

    Begleitprogramm:

    Sommersemester 2017

    • Seminar "Musik und Psychoanalyse"
      (Prof. Dr.Eckhard Roch)
    • Blockseminar "Fantasiestrukturen. Praktische Einführung in die Archetypenpsychologie"
      (Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lerchner)
    • Seminar "Kann Beratung 'freudlos' sein? Beratung als Handlungsfeld psychoanalytischer Pädagogik" (Pierre-Carl Link)
    • Seminar "Narrative Diskurse in Mythos, Film und Literatur"
      (Pierre-Carl Link)

    Bisheriges Programm

    Ansprechpartner:
    Bei Fragen zur Teilnahme wenden Sie sich bitte an Herrn Pierre-C. Link:

    pierre-carl.link@uni-wuerzburg.de

    psychoanalyticum@uni-wuerzburg.de

    Kontakt

    Lehrstuhl für Sonderpädagogik V - Pädagogik bei Verhaltensstörungen
    Wittelsbacherplatz 1
    97074 Würzburg

    Fax: +49 931 31-80073
    E-Mail

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