Intern
    Pädagogik bei Verhaltensstörungen

    Transitionen im Kontext von Beruf und Arbeit – Verunsicherungen für (junge) Erwachsene mit psychischen Belastungen

    Das Forschungsvorhaben befasst sich mit der sogenannten ersten Schwelle, also dem Übergang von Schule in Ausbildung. Dies stellt einen wichtigen Schritt für das weitere Leben junger Menschen dar. Dabei richtet das Vorhaben den Fokus auf die Gruppe der Heranwachsenden und Erwachsenen mit psychischen Belastungen. Diese Gruppe ist besonders gefährdet in Übergängen zu scheitern. Unter psychische Belastungen fallen verschiedene Verhaltensauffälligkeiten wie Ängste, Aggression, ADHS, Depression, definierte psychische Erkrankungen, aber auch seelische Behinderungen. (vgl. Stein 2017; Stein & Müller 2015). Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung bestätigt, dass psychische Belastungen zu einer zum Teil massiven Einschränkung der individuellen Teilhabechancen an beruflichen Bildungsprozessen sowie am nachfolgenden Erwerbsleben führen (BMBF 2005). Unter psychische Probleme fallen auch posttraumatische Belastungsstörungen. Erste Erhebungen bei asylsuchenden jungen Menschen legen nahe, dass 20-30% traumatisch belastet sind (BZgA 2013).

    Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll im Sinne der Grundlagenforschung folgenden Fragestellungen nachgegangen werden:

    · Welchen spezifischen Herausforderungen sieht sich die Zielgruppe bei den verschiedenen   Transitionen gegenüber? Welche Wirkzusammenhänge sind zu erkennen?

    · Welche Gelingensbedingungen erfolgreicher Transitionen lassen sich eruieren?

    ·  Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Erkenntnissen zur Bewältigung von             „Verunsicherungen“ aller Beteiligten? Welche Handlungskonzepte sind hierzu bereits             vorhanden?

    ·  Welche Bausteine sind folglich grundlegend für die Konzeption erfolgreicher                      Unterstützungs- und Begleitangebote?

    · Welchen spezifischen Beitrag für den Teilhabeprozess Beruf und Arbeit kann eine             Pädagogik bei Verhaltensstörungen leisten? Wie ist ihr zentrales Aufgabenfeld von             Erziehung unter andragogischer Perspektive zu gestalten?

    ·  Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Befunden im Hinblick auf eine                     vorausgehende schulische Förderung – im Sinne von Prävention? 

    ·  Inwiefern unterstützen die zu erforschenden Aspekte die gesamtgesellschaftliche              Realisierung der VN-Behindertenrechtskonvention als verbindende „Klammer“?

    Prof. Dr. Roland Stein, Akad. Rat Hans-Walter Kranert, Anja Schraml

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    Lehrstuhl für Sonderpädagogik V - Pädagogik bei Verhaltensstörungen
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    97074 Würzburg

    Fax: +49 931 31-80073
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